Mein Praktikum in Bali: Vulkanauftieg zum Gunung Agung

Nicky's Erfahrungsbericht aus Bali - Teil 6

Bali aus den Augen einer Praktikantin. In dieser 11-teiligen Berichtsreihe berichtet unsere Praktikantin Nicky von ihrer Praktikumszeit auf der indonesischen Insel Bali. Sogar den größten und aktiven Vulkan Bali's, den Gunung Agung, lies sie sich nicht durch die Lappen gehen!

Ein gewöhnlicher Feierabend?

Nun ist auch schon fast die vierte Woche um und ich weiß echt nicht wo die Zeit geblieben ist. Nach der Arbeit gestalte ich meine Freizeit meistens so effektiv wie möglich. Ich probiere immer mal wieder neue Strände aus, die in unmittelbarer Umgebung sind - und davon gibt es einige. Zum Beispiel der Balangan Beach, an dem die Yogastunden angeboten werden, von denen ich schon einmal schrieb oder direkt daneben, der Dreamland Beach, der sowohl bei Surfern, als auch bei Touristen sehr beliebt ist. Tipp: Zum Schwimmen jedoch finde ich den Jimbaran Beach am besten geeignet. Dieser ist zum Abend hin - durch die beliebten und sehr guten Fischrestaurants zwar recht voll, aber aufgrund seiner Größe findet jeder ein ruhiges Plätzchen.

Ansonsten verbringe ich meinen Feierabend, indem ich mich mit Leuten zum Abendessen verabrede, in meiner Unterkunft an den Pool gehe oder mir eine traditionel balinesische Massage gönne. Aber auch hier entwickelt sich eine Art Alltag. Nur dass dieser hier viel schöner ist - erst recht - wenn man von seinen Freunden hört, dass das Wetter in Deutschland momentan recht ungemütlich ist. Da kann man seinen Feierabend nicht am Strand unter Palmen mit einer Kokosnuss ausklingen lassen!

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Besteigung der Gunung Agung Vulkans

Ein befreundetes Pärchen von mir, plante mit ein paar weiteren Leuten eine Tour zu einem Vulkan. Aufgrund der kurzfristigen Buchung, musste ich schnell eine Entscheidung treffen, ob ich mitkomme oder nicht. Daher hatte ich keine Zeit mehr mich über diese Tour zu informieren. Hätte ich bloß vorher gewusst worauf ich mich einlasse! Wahrscheinlich hätte ich mich dann doch anders entschieden oder mich wenigstens schon einmal mental darauf vorbereiten können. Denn ich hatte nicht erwartet, dass das eine Trekking-Tour auf den höchsten Vulkan von Bali - der Gunung Agung - wird. Und das mit meiner Höhenangst.

Tipp: Gegen 24 Uhr wurden wir mit einem Van abgeholt. Nach ungefähr 2 Stunden Fahrt kamen wir auf einer Höhe von ca. 1500 Metern, in der Nähe vom Pura Pasar Agung Temple, an. Dort wurden wir von unseren Guides empfangen. Jeder bekam eine Stirnlampe und los ging es. Zuerst mussten wir haufenweise Stufen bis zum Tempel steigen und kamen dabei schon ins Schnaufen. Aber das war noch der angenehmere Part. Am Tempel legten die Guides eine kleine Gebetspause ein. Dann ging es erst einmal durch den Dschungel - die erste Challenge - denn es ging über Wurzeln steil bergauf, dabei war der Weg rutschig und feucht. Man musste wirklich aufpassen wo man hintritt, um nicht abzurutschen. Ich habe fest daran geglaubt, dass der Weg danach besser wird und dass das der schlimmste Part war. Pustekuchen!!! Im Gegenteil, es wurde nur noch schlimmer. Denn man musste auf den feuchten Felsen Stück für Stück nach oben kraxeln. Währendessen fragte ich mich, ob ich eigentlich komplett irre bin zu dieser Tour zugesagt zu haben und das mit normalen Turnschuhen. Andererseits bin ich ja von einem Wanderpfad ausgegangen und nicht von einer Klettertour. Denn ich bin noch nie klettern gewesen, nicht einmal Indoor. Mit dieser Tour bin ich echt an meine Grenzen gestoßen. Der Ausblick der sich beim Sonnenaufgang bot, war natürlich traumhaft - aber ohne vorherigen Schlaf, Ausdauerübungen und Trekkingschuhe - war die Tour für mich auch sehr angsteinflößend. Ich war froh, wieder heil unten angekommen zu sein, denn der Weg hinunter war auch nicht ohne. Ich glaube ich hatte noch nie so einen langanhaltenden und heftigen Muskelkater wie die Tage danach.

Weiterlesen in Teil 7

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