Dein Traum vom Praktikum im Ausland
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Anna's Spanien-Praktikum an einer internationalen Schule
KATEGORIE: Auslandspraktikum - Lehramt
LAND: Spanien
LESEZEIT: 3 Minuten
Anna wollte die Zeit zwischen Bachelor und Master nutzen, um praktische Erfahrungen im Ausland zu sammeln – und fand über StudentsGoAbroad ein Praktikum an einer internationalen Schule in Spanien. Dort erhielt sie wertvolle Einblicke in den Schulalltag, konnte verschiedene Lehrmethoden kennenlernen und ihre eigene Rolle als angehende Lehrkraft weiterentwickeln. In ihrem Erfahrungsbericht erzählt Anna, wie ihr Auslandspraktikum nicht nur beruflich, sondern auch persönlich neue Perspektiven eröffnet hat.
Meine Planung begann relativ spät, eineinhalb Monate vor dem Beginn meines Auslandsaufenthalts. Sie war zugegeben sehr chaotisch: Ich wusste nicht genau, was ich machen wollte und wo und was ich bei der Organisation alles beachten musste, obwohl ich schon über ein Jahr vorher immer mal wieder nach Angeboten für Auslandsaufenthalte gesucht hatte. Mein Hauptziel war klar: die Zeit zwischen Bachelor und Master mit einem Auslandsaufenthalt füllen, in dem ich mal etwas Praktisches lerne! Bei der Suche nach Möglichkeiten landete ich letztendlich bei StudentsGoAbroad. Zunächst hatte ich dort ein Angebot für ein Praktikum in der Krebsforschung in Spanien gesehen und daraufhin den Kontakt mit der Organisation aufgenommen. Ich studiere Biologie und Deutsch auf Lehramt und fand die Vorstellung reizvoll, mal in die praktische biologische Forschung hineinzuschnuppern. Der Wunsch nach dieser Praktikumsstelle wurde leider nicht erfüllt; es hieß, in dem von mir angestrebten Zeitraum würde dieser Praktikumsplatz nicht angeboten werden. Stattdessen wurde mir der Platz an einer Schule angeboten. Nach einem Gespräch mit der stellvertretenden Schulleiterin (auf Englisch, wohlgemerkt!) entschied ich mich für dieses Praktikum. Die weiteren Wochen waren von Vorbereitungen geprägt, die sich um Entscheidungen zur Wohnsituation (WG oder Gastfamilie) und die Erasmus-Förderung (Formulare, Formulare, Formulare!) drehten und mich einige Nerven kosteten. Rückblickend bin ich jedoch sehr dankbar für die Unterstützung sämtlicher Sachbearbeiter, die mir diesen doch sehr kurzfristig geplanten Auslandsaufenthalt möglich gemacht haben, und für die Entscheidungen, die ich getroffen habe und die sich vor Ort als richtig herausgestellt haben.
Unterkunft mit internationalem Flair & Leben in Spanien
Ich wohnte in einer 7er-WG mit wechselnden Leuten aus ganz Europa und Südamerika. Es war mehr eine Zweck-WG, ich lernte jedoch auch eine Studentin aus Frankreich kennen, mit der ich mich anfreundete und Ausflüge unternahm. Andere Leute lernte ich an der Sprachschule der Partnerorganisation kennen, die vor Ort für mich zuständig war. Die Absprachen bezüglich des richtigen Niveaus und Zeitpunkts des Sprachkurses waren zugegeben nicht sehr einfach, der Sprachkurs an sich und die anderen angebotenen Veranstaltungen waren jedoch inspirierend. Auf einem Stadtrundgang beispielsweise lernte ich eine Japanerin kennen. Wir freundeten uns an, trafen uns mehrmals und machten an einem Wochenende sogar einen Ausflug nach Madrid! Rückblickend war das wohl eines der schönsten Erlebnisse meines zweimonatigen Spanien-Aufenthalts.
Mein Alltag als Lehrerin in Valencia
Aber natürlich sind solche Ausflüge nur die Erlebnisse, die aus dem Alltag herausstechen, in dem man selbst schon so viel erlebt. Das meiste erlebte ich unter der Woche in der Schule, mit all den herausfordernden, überraschenden, lustigen und schönen Momenten, welche die Arbeit mit Kindern und einem internationalen Team hervorbringt.
Zunächst ist da der normale Schulalltag, welcher an sich schon anstrengend und für eine angehende Lehrkraft sehr lehrreich ist. Ich konnte viele verschiedene Lehrkräfte bei der Arbeit sehen, ihre Methoden und Kniffe kennenlernen und mir abgucken, oder eben auch nicht ;)
Ich konnte meine eigene Rolle als Lehrperson ein bisschen weiterentwickeln und schärfen und mich in Aufsichts- und Unterrichtssituationen herausgefordert fühlen. Die Schule baut sehr stark auf die vielen Praktikanten, die vor Ort sind, was als eben solcher einerseits überfordernd wirken kann, letztendlich jedoch genau das ist, was ein Praktikum wertvoll macht und einen weiter wachsen lässt: wenn man viel Verantwortung übernehmen muss.
Zum normalen Alltag eines Vollzeit-Schulpraktikums kommt hinzu, dass dies eine internationale Schule in Spanien ist. Alle Kinder, deren Eltern und alle Mitarbeiter kommen aus den verschiedensten Ländern auf der ganzen Welt. Man unterhält sich auf Englisch, Deutsch, manchmal Spanisch, eben in der Sprache, die gerade passt und einem gerade einfällt. Es ist unheimlich interessant und inspirierend zu sehen, wie Menschen aus den verschiedensten Kulturen zusammenarbeiten und versuchen, das Beste aus „ihrer Kultur" mit in das große Ganze einzubringen. Damit hat das Praktikum mich nicht nur viel Praktisches gelehrt und meine berufliche sowie persönliche Weiterentwicklung gefördert, wie es anfangs das Ziel war. Es hat mir auch Denkanstöße darüber gegeben, welche Kulturen es gibt und was Deutschland für eine Kultur hat, was das Beste, das Positive ist, was Deutsche ausmacht und was sie in eine interkulturelle Gruppe einbringen könnten. Denn das habe ich im Ausland auch über Deutschland gelernt: Die Deutschen betrachten Deutschland und sich selbst oft viel negativer und kritischer als die Menschen aus anderen Ländern das tun.
Verfasst von Anna aus Deutschland (Praktikantin in Spanien mit StudentsGoAbroad)
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