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Susanna's Bali Abenteuer : Kombiprogramm Unterrichten und Schildkrötenschutz auf Bali

"Meine Entscheidung, ins Ausland nach Bali zu gehen, erwies sich als die beste Entscheidung meines Lebens, und ich durfte ein so großes Abenteuer erleben."

Im September letzten Jahres beschloss ich, das Jahr nach dem Abitur sinnvoll zu nutzen und im Januar für eine Freiwilligenarbeit nach Bali zu gehen. Mein Projekt war das Unterrichten von Englisch an lokalen Schulen. Diese Entscheidung entpuppte sich als die beste meines Lebens und warf mich in ein Abenteuer voller neuer Eindrücke und Erfahrungen.

Die ersten Tage auf Bali

Nach meiner Ankunft in Denpasar wurde ich von meiner Organisation vom Flughafen abgeholt und zu meiner Unterkunft gebracht. Gleich am ersten Abend lernte ich noch viele andere Freiwillige aus aller Welt (Australier, Finnen, Schweden, aber auch viele Deutsche) kennen und mit einigen von ihnen spielte ich Karten bis nach Mitternacht. Die Unterkunft selbst war nicht luxuriös, aber absolut angemessen. Gemeinsam mit 5 anderen Mädchen teilte ich mir ein Zimmer und, obwohl wir alle aus unterschiedlichen Ländern kamen, verstanden wir uns auf Anhieb super. Gleich am ersten Abend fühlte ich mich sehr willkommen und sofort in die Gemeinschaft aufgenommen. Am nächsten Morgen begann der Tag erstmal mit einem Frühstücksbuffet, das jeden Tag zur Verfügung gestellt wurde. Alle stärkten sich mit Toast, Kaffee, jeder Menge Obst und Pancakes.

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Eine spannende Einführungswoche

Dann begann die sogenannte Introduction Week, bei der uns die balinesische Kultur nahegebracht werden sollte. So konnten wir uns leichter einfinden und auch ein bisschen Bahasa Indonesia (die balinesische Sprache) lernen, um auch mit den Kindern, die wir in der Woche darauf unterrichten sollten, leichter kommunizieren zu können. Wir besuchten einen Markt, die Reisterrassen, lernten balinesische Kochkünste kennen und nahmen an einem Batikkurs teil.

Erste Erfolgserlebnisse im Projekt

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In der zweiten Woche ging es dann los mit dem Umwelterziehungsprojekt auf Bali. Das war für mich eine sehr spannende Erfahrung - die Schulen sahen so anders aus! Die Zimmer waren nicht mit elektrischem Licht ausgestattet und sehr einfach eingerichtet und die Kinder hatten nur Müllsäcke anstatt von richtigen Schultaschen dabei. Und dennoch: die Kinder begrüßten uns mit einem strahlenden Lächeln, arbeiteten motiviert im Unterricht mit und zeigten sich als die dankbarsten Kinder, denen ich je begegnet war. Jeden Tag freute ich mich aufs Neue, die 12 kleinen Kids zu sehen. Bald kannte man sich beim Namen und beendete die Stunden mit gemeinsamen Spielen. Und das Beste war: Ich konnte Fortschritte im Englisch der Kinder beobachten, was mich unfassbar stolz machte. Nach 3 Wochen konnten die 4. Klässler alle Tiere benennen, Zeitangaben auf Englisch machen, die Konjugation von to be, von ihren Hobbies berichten, ihres Tagesablauf beschreiben und die Möbel in einem Wohnzimmer benennen.

An meinem letzten Tag dann die große Überraschung: Als ich ins Zimmer kam, stürmten die Kids durch die Hintertür herein und jeder einzelne überreichte mir ein eingepacktes Abschiedsgeschenk, auf dem krakelig: „Miss Susana“ geschrieben stand. Sie hatten mir Armbänder, Plastikrosen, einen Spiegel und ganz viel Süßkram geschenkt. Im Gegenzug überreichte ich den Kindern Süßigkeiten und Malbücher, die ich zuvor besorgt hatte. Der Abschied war letztens Endes doch sehr sentimental und das ein oder andere Tränchen floss eventuell auch.

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Nach dem Projekt ist vor dem Projekt: die Schildkrötenschutzstation

Nach meiner Zeit als Lehrerin beschloss ich, bei meiner Organisation noch eine Woche auf einer Schildkrötenschutzstation zu helfen. Dies kostete mich vor Ort noch einen Aufpreis, da ich es nicht im Vorhinein gebucht hatte, doch die Organisation zeigte sich dabei sehr flexibel. Ich fuhr für dieses Projekt nach Nusa Penida, eine kleine Insel südlich von Bali. Die Ankunft dort war ein kleiner Kulturschock: Trotz umwerfender Natur fehlte den kompletten ersten Tag der Strom. Meine Volunteer-Kollegen und ich nahmen es mit Humor und spielten den ganzen Abend “Stadt Land Fluss”. Am nächsten Tag begann das Projekt: es setzte sich zusammen aus der Reinigung der Schildkrötenbecken, dem Füttern von Schildkröten und Beach Cleaning. Vor allem das Beach Cleaning gab mir ein gutes Gefühl: man sammelte den Müll an den Stränden auf. Es war das beste Gefühl, sich nach dem Müllsammeln umzudrehen und auf einen sauberen Strand zurückzublicken.

Mein Fazit

Auch abgesehen von den tollen Projekten, habe ich mich in Bali als Land verliebt. Die Leute zeigten sich als so offen und freundlich, wie ich es in Europa zuvor noch nie erlebt hatte. Auch die Natur war umwerfend: die Zusammenstellung aus Strand und den faszinierenden Reisterrassen war ein atemberaubender Anblick. Und vor allem ich, die einen großen Gefallen an Yoga und gesundem Essen hat, kam dort auf meine Kosten.

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Nach meinem Projekt reiste ich gemeinsam mit einem Mädchen, das ich während meiner Zeit im Projekt kennengelernt hatte, durch das Land und erkundete alle Ecken, lernte surfen und entspannte am Strand.

Es war die schönste Zeit für mich und ich würde es jederzeit wieder tun!

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